Depot Vergleich
Depot Vergleich – Die besten Broker für ETF und Aktien im Vergleich


Ein Wertpapierdepot bildet die Grundlage für das Sparen mit Wertpapieren wie Aktien, Fonds und ETFs. Online-Depots sind in der Regel kostengünstiger als Depots in Bankfilialen. Zudem ermöglicht sie es Anlegern, Wertpapiere schneller, flexibler und bequemer zu handeln. Die Preise für den Handel und die Verwahrung von Wertpapieren sind sehr unterschiedlich. Der kostenlose Depot-Vergleich der BGC Group unterstützt Sie dabei, ein kostengünstiges Wertpapierdepot für Ihre Anlagewünsche zu finden.
Welche Gründe veranlassen Anleger, ein Wertpapierdepot zu führen?
Für die Anlage an der Börse ist ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker erforderlich. Das Depot bildet die Grundlage für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und dient als Verwahrstelle für die erworbenen Wertpapiere. Dies bedeutet, dass alle Aktien, Zertifikate, Fondsanteile oder ETFs, die Sie kaufen, in Form einer Wertgutschrift in Ihr Depot transferiert werden. Wenn Sie ein Wertpapier veräußern, wird dieses aus Ihrem Depot gelöscht und der Verkaufserlös Ihrem Verrechnungskonto gutgeschrieben.
Wie funktioniert ein Wertpapierdepot?
Der Großteil der Depots wird heutzutage über das Onlinebanking geführt. Internet-Depots bieten eine Reihe von Vorteilen: Anleger erhalten zeitnah und ohne Umwege über einen Bankberater Zugang zu den gewünschten Wertpapier-Informationen und können die Wertentwicklung ihrer Titel verfolgen. Zudem sind sie in der Lage, eigenständig an der Börse zu handeln. Zudem sind Online-Depots in der Regel preiswerter als Aktiendepots in der Bankfiliale.
Ein Wertpapierdepot zeichnet sich durch eine einfache und übersichtliche Struktur aus. Nach erfolgreicher Authentifizierung gelangen Sie in den virtuellen Depot-Raum. Bitte nutzen Sie die Suchfunktion, um nach Wertpapieren zu suchen und gleichzeitig wichtige Informationen zum gewünschten Wertpapier zu finden. Unter diesen Informationen befinden sich beispielsweise die Stammdaten einer Aktie, aktuelle Kursinformationen, Wertentwicklungsanalysen, Geschäftsberichte oder Firmen- und Fondsporträts. Das Informationsangebot wird durch Charts und aktuelle Nachrichten rund um den gesuchten Titel ergänzt.
Zu jedem Wertpapierdepot gehört auch ein Verrechnungs- oder Depotkonto, auf dem das Anlagekapital gespeichert ist und auf das die Verkaufserlöse sowie Dividenden und Fondserträge fließen. Anleger erhalten auf einen Blick einen Überblick über die verfügbaren finanziellen Mittel für Transaktionen.
Nachdem Sie sich für ein bestimmtes Wertpapier entschieden haben, erfolgt in einem zweiten Schritt der Kauf des Titels. Die Einzelheiten bezüglich der Umsetzung innerhalb des Wertpapierdepots werden Sie weiter unten finden.
So einfach geht der Depot-Vergleich
Um ein passendes Depot zu finden, nutzen Sie am besten unseren praktischen Wertpapierdepot-Vergleich. Vor der Eingabe Ihrer Präferenzen sollten Sie Ihr Nutzerprofil bestimmen. Überlegen Sie sich, welche Art von Wertpapieren Sie wo handeln wollen, wie hoch Ihre Ordervolumen gewöhnlich sind und wie oft im Jahr Sie traden.
Der Depot-Vergleich von BGC Group berücksichtigt sämtliche relevanten Aspekte wie Kosten, Orderzahl, Anzahl der Sparpläne oder Handelsplätze. Mit nur wenigen Klicks erhalten Sie eine Übersicht über Depots, die zu Ihren Anlagepräferenzen passen. In sechs Schritten zum passenden Depot:
Geben Sie im entsprechenden Feld des Depot-Vergleichs Ihr durchschnittliches Ordervolumen an.
Wählen Sie aus, wie viele Orders pro Jahr Sie gerne durchführen möchten.
Klicken Sie aus dem Drop-Down-Menü den gewünschten Anteil der Online-Aufträge an.
Tragen Sie ein, mit welchem Depotvolumen Sie im Schnitt rechnen.
Falls Sie nur an einer bestimmten Börse handeln wollen, so geben Sie dies unter dem Button “Börse” an.
Klicken Sie nun auf “Depot vergleichen” und sehen Sie das Ergebnis.
Der Depot-Vergleich zeigt eine Übersicht mit optimal zugeschnittenen Online-Wertpapierdepots. Entsprechend Ihrer Eingaben sehen Sie, welche Kosten jährlich für das Depot anfallen, wie hoch die Kosten pro Order sind und welche Gesamtkosten sich daraus ergeben. Verändern Sie Ihre Eingaben, passen sich die Ergebnisse entsprechend an.
Der Depot-Vergleich bietet einen optimalen Überblick, welches Depot am besten zu Ihrem Nutzungsverhalten passt. Wichtig sind die Gesamtkosten. Es nützt wenig, wenn eine Bank mit einem kostenlosen Depot wirbt, die Kosten pro Order aber sehr hoch sind. Aktive Trader erleiden in diesem Fall Kostennachteile. Es lohnt sich also, die einzelnen Kostenblöcke genau anzuschauen.
Darauf sollten sie beim Depot-Vergleich achten
Sind ein oder mehrere Wertpapierdepots in der engeren Auswahl, sollten Sie einen detaillierten Vergleich von Kosten und Dienstleistungsangeboten vornehmen. Dazu ist es unerlässlich, die Webseiten des Anbieters zu besuchen und die Preise, das Leistungsspektrum sowie die Nebenbedingungen zu prüfen.
Gebühren
Wie hoch sind Transaktionsgebühren, Depotführungsgebühr, Limitgebühren, Ausgabeaufschläge? Gibt es dauerhaft rabattierte Fonds?
Wertpapierpalette
Welche Wertpapierklassen sind handelbar: Aktien, Anleihen, Zertifikate, Optionen, ETFs, Investmentfonds? Gehören ausländische Wertpapiere zum Angebot? Wie sieht es mit bankfremden Produkten aus, zum Beispiel ETFs und Fonds von Konkurrenzanbietern? Gibt es Aktien- und Fondssparpläne? Kann man Vermögenswirksame Leistungen in einem Fondssparplan einzahlen?
Wertpapierdienstleistungen
Gehören digitale Anlagemöglichkeiten wie Robo-Advisor zum Programm? Besteht die Möglichkeit eines Wertpapierkredits? Wie umfangreich sind die angebotenen Wertpapierinformationen? Kann man kostenlose Musterdepots anlegen? Wie hoch ist die Anzahl der Handelsplätze und kann ich außerbörslich handeln?
Einlagensicherung
Besteht über die EU-weite Einlagensicherung von 100.000 Euro je Sparer und Bank hinaus weiterer Kapitalschutz, etwa durch eine freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) oder anderer Bankenverbände?
Service und Beratung
Ist eine papierlose Depoteröffnung per Video-Ident möglich? Stellt die Bank moderne Log-In- und Transaktions-Verfahren bereit, zum Beispiel “photoTAN” oder “mobileTAN”? Kann ich per Smartphone-App traden und mein Depot verwalten? Hilft mir die Bank beim Depotumzug? Kann ich online einen Freistellungsauftrag für das Depot eröffnen?
Kontobedingungen
Welches Konto gehört zum Depot: Tagesgeld-Konto oder Verrechnungskonto? Zahlt das Verrechnungskonto Zinsen? Sind Gemeinschaftskonten oder Depots für Kinder möglich? Ergänzen weitere Produkte oder Bankdienstleistungen das Depotspektrum, etwa Verbraucherdarlehen, Festgeld oder Tagesgeld sowie Altersvorsorgeprodukte?
Broker-Vergleich: Die besten Broker für unterschiedliche Tradingverhalten
Bei der Auswahl eines geeigneten Wertpapierdepots sind neben den Depotkosten insbesondere das Tradingverhalten des Anlegers von entscheidender Bedeutung. Es empfiehlt sich für Anleger, die eine hohe Aktivität aufweisen, die Orderkosten im Auge zu behalten und diese im Optimalfall zu kontrollieren. Neben der Orderhäufigkeit ist auch die Ordergröße von entscheidender Bedeutung. Bitte beachten Sie, dass viele Onlinebroker je nach Handelsvolumen sehr unterschiedliche Preise berechnen. Daher ist es wichtig zu beachten, dass ein Onlinebroker, der für kleine Ordervolumen gut geeignet ist, möglicherweise nicht für größere Orders empfehlenswert ist. Teilweise sind Mindest- und Höchstprovisionen festgelegt.
Handeln Sie nur gelegentlich mit Wertpapieren, sollten Sie vor allem auf die Depotkosten achten. Wenig-Trader fahren mit kostenlosen Depots, wie sie Consorsbank, DKB,ING oder Trade Republik anbieten, am besten. Manchmal ist die kostenlose Depotführung an bestimmte Bedingungen geknüpft wie beispielsweise eine Transaktion im Quartal, die Nutzung des Girokontos oder das Investieren per Sparplan. Dann muss man schauen, ob dies der vorgesehenen Nutzung entgegenkommt oder nicht.
Nicht zuletzt unterscheiden sich alle Broker im Leistungsumfang. Dazu gehört zum Beispiel, ob die favorisierten Wertpapiere über den gewünschten Onlinebroker überhaupt handelbar sind und welche Handelsplätze zur Verfügung stehen. ETF-Anleger werden sich zum Auf- oder Ausbau ihres ETF-Portfolios besonders für Trading-Aktionen und die Anzahl der kostenlosen ETF-Sparpläne interessieren. Andere Börsianer kaufen lieber Einzelwerte und wollen dabei auch auf ausländische Börsenplätze zurückgreifen können.
Im Endeffekt offeriert jeder Depot-Anbieter seine eigene Tarifstruktur und sein eigenes Leistungsspektrum, was einen detaillierten Angebotsvergleich unumgänglich macht. Wer sich mit den Angeboten beschäftigt, wird aber in jedem Fall einen Broker finden, der optimal seinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.
Die besten Broker für Einsteiger und Wenig-Trader
Für Wertpapiersparer, die sich neu mit der Börsenmaterie beschäftigen oder die wenig handeln, ist ein einfach aufgebautes und leicht zu bedienendes Depot empfehlenswert. Zusätzlich sollten möglichst viele Basisinformationen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Exotische Wertpapiere oder gehebelte Finanzprodukte sind nicht zwingend erforderlich. Unter der Voraussetzung, dass die Online-Konditionen überzeugen, stellt das Online-Depot der Hausbank in vielen Fällen eine gute Wahl dar. Es ist festzustellen, dass praktisch jede Filialbank, Sparkasse oder Volks- und Raiffeisenbank heute ein entsprechendes Angebot bereitstellt. In der Regel wird dabei zwischen Einsteiger- und Profidepot unterschieden.
Die besten Allround-Broker
Wertpapierdepots, die auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kunden zugeschnitten sind, werden insbesondere von klassischen Direktbanken wie Consorsbank, Comdirect, ING und S-Broker angeboten. Die Online-Töchter der Großbanken ING, Commerzbank, BNP Paribas sowie der Sparkassen überzeugen sowohl beim Angebot als auch bei den Leistungen und im Bereich Service & Sicherheit. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Handelsplätzen und außerbörslichen Handel. Das Angebot an Aktien- und ETF-Sparplänen ist umfangreich und mit tausenden aktiv verwalteten Fonds werden alle Bedürfnisse abgedeckt. Der Wertpapierhandel zeichnet sich durch seine Einfachheit und Verständlichkeit aus, der Kundenservice ist rund um die Uhr erreichbar und das Informationsangebot zu Wertpapieren, Analysen und Neuigkeiten ist umfangreich. Kunden haben die Möglichkeit, kostenlose Musterdepots einzurichten und aktuelle Kursstände jederzeit zu verfolgen. Darüber hinaus sind weitere Bankdienstleistungen wie Girokonto, Tagesgeld oder Ratenkredit möglich. Bei den Gebühren weisen die Allround-Broker nicht immer die höchsten Werte auf. Für Vieltrader sind diese Broker daher nicht immer optimal geeignet.
Die besten Broker für Fondssparer
Für Fondssparer eignen sich insbesondere Onlinebroker, die entweder keine Ausgabeaufschläge für Fonds berechnen oder mit sehr niedrigen Orderkosten beim Fondskauf über die Börse aufwarten. Empfehlenswert sind beispielsweise die Konditionen von Smartbroker. Der Berliner Broker verzichtet bei seinen über 18.000 Fonds komplett auf Ausgabeaufschläge und berechnet auch sonst sehr niedrige pauschale Orderentgelte. Bei Kauf und Verkauf über die Fondsgesellschaft fallen lediglich vier Euro Gebühr an. Ab 500 Euro Ordervolumen über den Handelsplatz Gettex entfällt die Ordergebühr, Fondssparpläne 24 ausgewählte ETF-Sparpläne sind generell gebührenfrei. Auch der Onlinebroker Onvista stellt eine breite Fondspalette von über 18.000 Fonds zur Auswahl und berechnet volumenunabhängig fünf Euro pro Trade, Fonds- und ETF-Sparpläne kosten pauschal einen Euro pro Ausführung.
Die besten Broker für ETF-Sparer
Onlinebroker, die auf Indexfonds spezialisiert sind, sollten ein möglichst großes Angebot an ETFs und ETF-Sparplänen vorweisen können. Die größte Auswahl an jeweils gut 2.400 kostenlosen ETF-Sparpläne bieten die Neobroker Scalable Capital und Trade Republic. Dahinter folgen Flatex und ING mit knapp 1.500 beziehungsweise gut 800 ETF-Sparplänen dauherhaft ohne Ausführungsentgelt. Bei ING und Scalable beträgt die Mindestsparrate nur einen Euro. Kostenlose ETF-Sparpläne gibt es auch bei anderen Brokern wie etwa Consorsbank (400 Stück), DKB (170 Stück) oder der 1822direkt (100 Stück).
Die besten Broker für Vieltrader
Für Kunden, die regelmäßig bestellen, sind niedrige Transaktionskosten von entscheidender Bedeutung. Besonders vorteilhaft sind die Angebote von Trade Republic und Smartbroker. Beim Berliner Smartphone-Broker Trade Republik können Sie Aktien, Derivate und ETFs provisionsfrei handeln. Für die Abwicklung fällt lediglich eine Fremdkostenpauschale von einem Euro pro Trade an. Smartbroker überzeugt mit einer kostenlosen Ordermöglichkeit ab einem Handelsvolumen von 500 Euro für Aktien, Fonds, ETFs und Anleihen über den Handelsplatz Gettex. Für Handelsvolumina unter 500 Euro wird eine Pauschale von vier Euro pro Trade berechnet. Auch der Neobroker Scalable Capital ermöglicht den Handel mit Aktien, ETFs und Sparplänen ohne Gebühren. Im Modell “Prime” fällt eine monatliche Depotführungspauschale von 2,99 Euro an (bei jährlicher Zahlweise). Das Modell “Prime+” ist mit einer monatlichen Zahlweise von 4,99 Euro verbunden. Anleger erhalten zusätzlich 4,00 Prozent Zinsen auf das Geld, das auf dem Verrechnungskonto liegt.
Die besten Broker für Kryptowährungen
Für den Handel mit Kryptowährungen ist der Online-Broker Justtrade eine geeignete Option. Bei Jusstrade haben Sie die Möglichkeit, bis zu 20 Kryptowährungen – darunter Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Ripple (XRP) oder Ethereum Classic – rund um die Uhr kostenlos zu handeln. Es fallen lediglich die Handelsspreads an (mindestens 0,30 Prozent vom Ordervolumen). Für den Kauf und Verkauf von Aktien, ETFs und ETCs über die Börse wird eine Fremdkostenpauschale von einem Euro pro Trade berechnet. Bei Justtrade sind Sparpläne generell kostenlos erhältlich. Bei Trade Republic haben Sie die Möglichkeit, neben Aktien, ETFs und Derivaten zusätzlich rund 50 verschiedene Kryptowährungen in Echtzeit zu handeln. In einem weiteren Artikel haben wir die beiden Broker Justtrade und Trade Republic miteinander verglichen.
Vorteile und Nachteile von Online-Depots
Online-Depots bieten gegenüber traditionellen Aktiendepots zahlreiche Vorteile: Sie sind unkompliziert zu eröffnen, leicht zu verwalten und bieten eine große Auswahl an Informationen und Funktionen. Online-Depots kosten in der Regel weniger als Filialdepots, zudem entfallen zeitaufwendige Besuche in der Bankfiliale. Das Online-Depot ist 24 Stunden am Tag erreichbar.
Auf der anderen Seite tragen Online-Anleger die alleinige Verantwortung für ihr Depot. Sie erarbeiten ihre Anlagestrategie selbstständig und führen ihre Anlageentscheidungen eigenhändig aus. Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren geschieht in Eigeninitiative, Beratungs- und Informationsmöglichkeiten bestehen nur eingeschränkt via Internet. Insoweit genießen Online-Anleger weniger Unterstützung und sind mehr auf sich gestellt als Filial-Anleger.
Vorteile
- schnelle Depoteröffnung via Internet
- viele Wertpapierinformationen, aktuelle Kurse
- große Wertpapierauswahl
- günstige Ordergebühren, häufig kostenfreie Wertpapieraktionen
- kostenfreie Depotführung möglich
- flexibles Handeln auch außerhalb der Banköffnungszeiten
- keine Bankbesuche nötig
- Nutzung auf verschiedenen Endgeräten möglich
Nachteile
- Software und Depotführung müssen selbst erlernt werden
- Anlageentscheidungen liegen in Eigenverantwortung
- keine direkte persönliche Beratungsmöglichkeit
Wie eröffnet man ein Online-Depot?
Haben Sie sich für ein Wertpapierdepot entschieden, müssen Sie einen Antrag auf Eröffnung eines Depots stellen. Dies geschieht entweder online mittels Video-Identifikation oder klassisch über Papierformulare und Post-Identifikation. Wie die Depoteröffnung im Detail funktioniert, zeigen wir Ihnen in unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen anhand von Beispielen der ING und Consorsbank.
Depoteröffnung mit Postident
Die Antragsform mittels klassischem Postident ist zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, aber bei vielen Onlinebrokern noch möglich. Die entsprechenden Antragsformulare finden Sie auf der Webseite des jeweiligen Brokers. Sie haben die Möglichkeit, die Dokumente selbst auszudrucken oder sie kostenlos von der Bank zuschicken zu lassen. Bitte tragen Sie zunächst Ihre persönlichen Daten wie Anschrift, Geburtstag, E-Mail-Adresse und Telefonnummer ein und geben Sie Ihre Bankverbindung an. Sollte sich das Depot bei einer Vollbank befinden, beispielsweise bei einer Filial- oder Direktbank, bestünde die Möglichkeit, eine neue, eigenständige Bankverbindung mit Girokonto, Tagesgeldkonto etc. zu eröffnen. Reine Onlinebroker wie Onvista, Smartbroker oder Trade Republik, die kein Giro- und Tagesgeldkonto anbieten, benötigen für die Geschäftsverbindung eine Bankverbindung zu Ihrer Hausbank.
Darüber hinaus verlangt der Onlinebroker eine schriftliche Selbstauskunft über Ihre Wertpapiererfahrung. Damit möchte er feststellen, ob Sie schon einmal mit Aktien, Fonds oder ETFs gehandelt haben und welche Risiken Sie bei der Geldanlage eingehen wollen. Banken und Onlinebroker sind zu diesen Fragen verpflichtet, weil der Gesetzgeber verhindern will, dass unerfahrene Anleger für sie ungeeignete Finanzprodukte erwerben. Füllen Sie die Selbstauskunft nicht aus, kann der Broker Sie von bestimmten Wertpapiergeschäften ausschließen, insbesondere von hochriskanten Produkten wie Optionsscheinen, Hebelzertifikaten und so weiter.
Sind alle Papiere korrekt ausgefüllt und unterschrieben, erfolgt der Gang zu einer Poststelle. Dies ist notwendig, damit ein autorisierter Postmitarbeiter bestätigen kann, dass die Unterlagen auch tatsächlich von Ihnen stammen. Dazu wirft der Angestellte einen Blick auf Ihren Ausweis und kontrolliert die Identität. Anschließend leitet er Ihren Antrag an den Wertpapierbroker weiter. Nach dem Postident dauert es einige Tage, und Sie erhalten – wiederum per Post – die Unterlagen für die Aktivierung Ihres Online-Depots. Die Zugangsdaten kommen aus Sicherheitsgründen in einem separaten Briefumschlag. Mit den Zugangsdaten können Sie Ihr Online-Depot einrichten.
Depoteröffnung via Videoident
Die meisten Internetbanken und Onlinebroker bieten heute das zeitsparende Videoident-Verfahren an. Bitte beachten Sie, dass für die Online-Identifizierung ein Internetanschluss, ein Computer, Tablet oder Smartphone sowie eine Webcam erforderlich sind. Zunächst ist ein Besuch der Webseite des Anbieters erforderlich, auf der Sie die im Netz bereitgestellten Formulare ausfüllen. Der Onlineantrag muss nicht unterschrieben werden. Im Anschluss werden die digitalen Dokumente an die Bank bzw. den Broker übermittelt.
Nach dem Absenden starten Sie einen Videoanruf zum Onlinebroker. Ein entsprechender Link steht auf der Anbieterseite bereit. Sobald die Verbindung hergestellt ist, fordert Sie der Mitarbeiter zur Identifizierung auf. Dazu halten Sie bitte die Vorder- und Rückseite Ihres gültigen Personalausweises oder Reisepasses vor die Webcam und bewegen das Dokument hin und her. Durch die Bewegung kann der Mitarbeiter die Sicherheitsmerkmale wie etwa das Hologramm prüfen. Zudem werden Fotos angefertigt und die Ausweisnummer erfasst. Um die Identitätsprüfung abzuschließen, erhält der Antragsteller per E-Mail oder SMS eine TAN, die in einem dafür vorgesehenen Formular eingetragen wird. Damit ist die Legitimation beendet.
Die Vorteile des Videoident-Verfahrens liegen auf der Hand: Die Depoteröffnung dauert nur wenige Minuten und ist auch am Wochenende möglich – bei manchen Banken sogar rund um die Uhr. Der Weg zur Postfiliale ist nicht notwendig. Immer mehr Banken bieten mittlerweile auch eine Identifizierung per Online-Ausweisfunktion (eID) mittels elektrnischem Personalausweis an.
Wie kauft man Wertpapiere im Depot?
Strategie und Risikoneigung festlegen
Nach der Depoteröffnung stellt sich die Frage: Wie kaufe ich eigentlich eine Aktie oder einen Fonds? Bevor diese Frage beantwortet wird, sollten Sie zunächst klären, welche Strategie, welches Anlageziel Sie verfolgen. Möchten Sie eher kurzfristig anlegen oder langfristig für die Altersvorsorge sparen? Bei kurzfristigen Investments empfehlen sich weniger schwankungsintensive Wertpapiere, denn auf kurze Sicht können Kursverluste oft nur schwer wieder ausgeglichen werden.
Eine zweite Frage ist: Welches Risiko sind Sie bereit einzugehen? Aktien und Aktienfonds besitzen nicht nur hohes Renditepotenzial, auch das Verlustrisiko ist entsprechend groß. Welche Wertpapiere geeignet sind, hängt daher maßgeblich von der eigenen Risikoneigung ab. Sicherheitsorientierte Anleger können eher mit schwankungsarmen Wertpapieren wie Anleihen oder Rentenfonds ruhig schlafen, offensive Anleger mit größerer Risikobereitschaft leben auch mit hohen Kursausschlägen von Aktienfonds und Einzelaktien gut.
Tipp: Risiken lassen sich nicht nur durch die Investition in eine bestimmte Anlageklasse mindern, sondern vor allem durch Diversifikation. Gemeint ist damit die breite Streuung von Aktien und anderen Wertpapieren über verschiedene Branchen, Länder und Regionen hinweg. Besteht Ihr Depot aus vielen Wertpapieren, können Verluste einzelner Titel durch Gewinne anderer Titel ausgeglichen werden.
Wichtig: Setzen Sie niemals alles auf eine Karte – das Risiko ist einfach zu groß. Starten Sie mit überschaubaren Beträgen, damit ein eventueller Verlust nicht so weh tut.
Das richtige Wertpapier finden
Haben Sie sich entschieden, wie Sie Ihr Depot bestücken wollen, geht es an die Suche nach dem passenden Wertpapier. Nach Ansicht von Experten genügen für ein gut diversifiziertes Aktiendepot circa 30 ausgewählte Aktien aus unterschiedlichen Branchen. Ein Fondsdepot kann bereits mit drei bis fünf Fonds gut aufgestellt sein. Vor dem Wertpapierkauf steht die Recherche. Informieren Sie sich über die geschäftlichen Aussichten der gesuchten Aktiengesellschaft beziehungsweise der Branche oder des Fonds.
Wurden ausreichend Gewinne erzielt, wie sind die Chancen in der Zukunft? Verstehe ich das Geschäftsmodell des Unternehmens, wie riskant ist diese Branche? Wie hoch notiert das Papier, ist der Aktien- oder Fondskurs überteuert? Was sagen Analysten, empfehlen sie mehrheitlich das Papier zum Kauf? Jeder Wertpapierbroker stellt auf seinen Seiten ein umfangreiches Informationsangebot bereit.
Tipp: Sind Sie unsicher, welches Aktien- oder Fondsportfolio das Richtige ist, können Sie Ihre Anlagestrategie kostenlos testen. Legen Sie dazu ein Musterdepot mit Ihren Favoriten an und beobachten Sie für einige Zeit die Wertentwicklung der Titel.
Den richtigen Handelsplatz finden
Nachdem Sie Ihre Anlagestrategie definiert und sich für eine Aktie oder den Kauf eines anderen Wertpapiers entschieden haben, können Sie in der Handelsmaske des Brokers anhand der Wertpapierkennnummer (WKN oder ISIN) den betreffenden Titel suchen. Im nächsten Schritt geben Sie bitte die gewünschte Stückzahl ein und legen fest, ob Sie mit einem Preislimit oder “bestens” kaufen möchten. Abschließend entscheiden Sie sich für einen Handelsplatz.
In Deutschland stehen unterschiedliche Börsen zur Verfügung, etwa Frankfurt, Stuttgart, Hamburg oder München. Möglich sind auch computergesteuerte Handelssysteme wie Xetra oder Gettex. Eine weitere Erwerbsform ist der außerbörsliche Direkthandel, zum Beispiel über Händler wie Lang & Schwarz, Tradegate oder Baader Bank. Hier zahlen Sie weder Börsengebühren noch Maklercourtage, außerdem wird Ihre Order in einem Stück ausgeführt. Anders als beim Börsenhandel, bei dem Teilausführungen möglich sind, zahlen Sie beim Direkthandel also für dieselbe Order nicht mehrfach. Welche Ordervariante unterm Strich die preiswerteste ist, ermitteln Sie, indem Sie mehrere Preisanfragen stellen und dabei die Kosten und Nebenkosten sowie die Kurse verschiedener Händler vergleichen.
Tipp: Möchten Sie einen weniger gefragten Titel kaufen, empfiehlt es sich, auf einen Börsenplatz zu achten, an dem das Papier rege gehandelt wird. Die höhere Nachfrage sichert einen marktgerechten Preis.
Order verfolgen, Wertpapierkauf prüfen
Die Ausführung Ihrer Order können Sie im sogenannten Orderbuch einsehen. Bitte entnehmen Sie der Auflistung, die Sie vorliegen haben, alle von Ihnen bereits erworbenen Wertpapiere. Sollte es zu einer Verzögerung bei der Auftragsausführung kommen, wird Ihre Bestellung in diesem Fall als “offen” angezeigt. Ein möglicher Grund hierfür kann das zu tief angesetzte Kauflimit sein, bei dem der Wertpapierpreis inzwischen über dem Limit liegt. Ein weiterer Grund ist, dass nicht genügend Papiere zum Erwerb vorhanden sind.
Die Wertpapierabrechnung erhalten Sie in der Regel ein bis zwei Tage nach Orderausführung in Ihrem Online-Posteingang. Sie enthält alle Details zum Kauf oder Verkauf inklusive Kosten. Nach dem Kauf wird die Aktie oder der Fonds in Ihr Wertpapierdepot gebucht. Sie können nun die weitere Wertentwicklung direkt in Ihrem Depot verfolgen.

